Sonderausstellung „Hüben und drüben – Automobilbau in Ost und West 1950–1970“

Mit einer feierlichen Vernissage wurde am 2. April 2026 im Museum automobile welt eisenach die neue Sonderausstellung „Hüben und drüben – Automobilbau in Ost und West 1950–1970“ eröffnet. Die Ausstellung widmet sich dem Automobilbau auf beiden Seiten der ehemaligen innerdeutschen Grenze und zeigt, wie eng Geschichte, Mobilität und persönliche Erinnerungen miteinander verbunden sind.

Rund 50 Gäste nahmen an der Eröffnung teil. In ihren Grußworten betonte die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Jessica Lindner-Elsner, die Bedeutung und Besonderheiten der 13. Sonderausstellung des Museums awe – allen voran die Tatsache, dass erstmals Autos aus dem Westen präsentiert werden. Zudem finden zum ersten Mal auch Motorräder ihren Platz in der Ausstellung. Denn Mobilität war in Ost und West häufig auf Fahrräder und Motorräder beschränkt. Mit „Hüben und drüben – Automobilbau in Ost und West 1950–1970“ soll gezeigt werden, wie sich Menschen diesseits und jenseits der Grenze bewegt haben, wie sie gelebt und gearbeitet haben. Die Ausstellung erzählt von Trennung und Nähe, von Unterschieden, aber auch von Gemeinsamkeiten in der Automobilproduktion.

Im Mittelpunkt stehen sechs ausgewählte Automobile: drei Fahrzeuge aus der DDR und ihre jeweils westdeutschen Pendants. Anhand dieser direkten Gegenüberstellung werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Technik, Gestaltung, Mobilität und Alltagserfahrung sichtbar. Ergänzt wird die Präsentation durch zwei Motorräder aus dem Osten und zwei vergleichbare Modelle aus dem Westen sowie durch zwei Fahrräder, die ebenfalls die unterschiedlichen Lebenswelten auf beiden Seiten der Grenze veranschaulichen. Die Ausstellung zeigt damit anschaulich, wie Mobilität in Ost und West erlebt wurde – vom Fahrrad über das Motorrad bis hin zum Automobil. Im Ausstellungsfilm ist der Sandmann zu sehen, der in seinen Fernsehgeschichten stets mit wechselnden Fahrzeugen unterwegs ist und damit für viele Menschen in Ost und West bis heute ein vertrautes Symbol von Kindheit und Mobilität darstellt.

Das Museum automobile welt eisenach dankt allen Leihgebern, den freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums awe, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben.

Text: Dr. Jessica Lindner-Elsner

Fotos: Matthias Doht