Am Ende bleibt ein großes Danke im Raum stehen.
Das Museum awe erhält aus dem Vermächtnis von Fritz Walther 6.000 Euro für den weiteren Erhalt des Museumsgebäudes
Fritz Walther hat seiner Heimatstadt Eisenach viel gegeben. Auch nach seinem Tod wirkt seine Verbundenheit mit der Stadt weiter: Aus seinem Vermächtnis erhält das Museum awe eine Spende in Höhe von 6.000 Euro. Seine Familie hat damit einen seiner letzten Wünsche erfüllt. Das Geld soll in den Ausbau des Kellers und damit unmittelbar in den Erhalt der historischen Gebäudesubstanz fließen.
Vielen Eisenachern ist Fritz Walther durch sein Engagement für die Stadt in Erinnerung. Projekte, die heute ganz selbstverständlich zum Stadtbild gehören, konnten auch durch seine private Unterstützung verwirklicht werden. Dazu zählen beispielsweise die Erläuterungen zur Herkunft der Namen unter Eisenacher Straßenschildern. Auch die Sanierung des Nikolaitors unterstützte er mit einer erheblichen privaten Spende.
Seine Verbindung zum awe entstand 2016 eher zufällig. Der heutige Museumsdirektor Enrico Martin und Fritz Walther waren beide zum Sommerfest des Bundespräsidenten eingeladen. Aus der Begegnung entwickelte sich schnell ein persönlicher Kontakt. Walther erzählte von seiner engen Verbundenheit mit Eisenach und davon, dass er sich gern dort engagieren wolle, wo historische Gebäude Unterstützung bei ihrer Sanierung benötigen.
Dass es ihm damit ernst war, zeigte sich nur eine Woche später. Der damalige Museumsdirektor Matthias Doht wurde darüber informiert, dass Fritz Walther den notwendigen Eigenanteil für die Sanierung der Westfassade des Museums übernehmen wollte. Die Unterstützung folgte kurze Zeit später. Wie auch bei seinen anderen Spenden in Eisenach stammte das Geld aus seinem privaten Vermögen.
Fritz Walther hatte viele Jahre seines Lebens als Ingenieur und Projektleiter im Kraftwerksbau gearbeitet und war beruflich in vielen Teilen der Welt unterwegs. Eisenach blieb dabei der Ort, dem er sich verbunden fühlte. Wenn er helfen konnte, tat er es persönlich, konkret und ohne viel Aufhebens darum zu machen.
Mit seinem Vermächtnis hat er nun ein weiteres Mal an das Museum gedacht. Die 6.000 Euro werden so eingesetzt, wie es wohl auch in seinem Sinne gewesen wäre: nicht für etwas Kurzlebiges, sondern für den Erhalt eines historischen Gebäudes seiner Heimatstadt.
„Wir sind Fritz Walther sehr dankbar. Seine Unterstützung galt nie großen Worten, sondern ganz konkreten Dingen, die erhalten werden sollten. Dass er auch mit seinem letzten Wunsch an unser Museum und seine Heimatstadt gedacht hat, bedeutet uns viel. Wir werden ihn und seine besondere Verbundenheit mit Eisenach in sehr guter Erinnerung behalten“, sagt Museumsdirektor Enrico Martin.
Das Museum awe dankt der Familie von Fritz Walther, die seinen letzten Wunsch erfüllt hat.
Und vor allem gilt dieser Dank einem Menschen, dessen Unterstützung in Eisenach noch lange sichtbar bleiben wird.
Danke, Fritz.