v.l.n.r.: Matthias Doht, Manfred Gebel, Hans-Werner Mohn

Spurensuche mit Zeitzeugen

Zu einer etwas anderen Spurensuche traf sich der Finanzvorstand der Stiftung, Matthias Doht, mit seinen ehemaligen Kollegen Manfred Gebel und Hans-Werner Mohn.

Alle drei waren als Ingenieure bis zum Ende des AWE im Bereich Sondermaschinenkonstruktion im Bereich Werkzeug- und Maschinenbau beschäftigt. Es galt dabei in lockerer Runde viele Fotos zu identifizieren und zu beschriften.

Im Automobilwerk Eisenach wurden nicht nur Autos gebaut, sondern auf Grund der DDR-eigenen Spezifika auch fast alle Sondermaschinen, Betriebsmittel, Vorrichtungen bis hin zu vollständigen Transfertaktstraßen und Industrierobotern selbst konstruiert und gebaut. Diese Fertigungstiefe ist heute im Automobilbau nicht mehr vorstellbar, denn Maschinen zur Fertigung werden heute von Spezialfirmen hergestellt, die einen eigenen Wirtschaftszweig im Bereich des Maschinenbaus darstellen. Zur Gesamtgeschichte des Automobilbaus in der DDR gehört auch dieser Bereich, der zumindest im Archiv erhalten bleiben sollte. Allein im Bereich des Werkzeug- und Maschinenbaus waren im Automobilwerk Eisenach 1200 Mitarbeiter beschäftigt, deren Arbeit aber für die Automobilproduktion unverzichtbar war. Die Zulieferbetriebe für Sonder- und Spezialmaschinen gab es in der DDR nicht, so dass sich fast jeder Großbetrieb allein helfen musste, um die Produktion zu gewährleisten und die Planaufgaben zu erfüllen.